Dienstag, 8. September 2009

Erfolgreiche Prüfung und Erstes Training mit Vicsystem


Für meine Verhältnisse (und einen Tag ohne morgendlichen Lauf) musste ich heute schon früh aus den Federn. Grund war, dass ich endlich mal wieder eine Prüfung in meinem Masterstudiengang an der Fernuni ablegen musste. Mit rund 250 Kilometern Anfahrtsweg und dem nötigen Puffer ist man da schnell bei "vor 8 im Auto sitzen", was ich schließlich auch schaffte.

Nach einem superleckeren Kasselerbrötchen aus der Mensa und obwohl die Lernerei parallel zum Marathontraining (und zum Job und zur Promotion) zuletzt ein wenig zu kurz kam, blieb ich im Ergebnis deutlich über dem Soll und konnte zufrieden nach Hause fahren.

Nach einem Schläfchen dann abends das erste Lauftraining nach dem Marathon. Wie bereits angekündigt, möchte ich ja zunächst am 26.9. 5 Kilometer und dann am 3.10. einen Halbmarathon laufen. Zu meinem Glück gab es zur Anmeldung beim Nürnberger Stadtlauf zwei Schnupperwochen bei Vicsystem geschenkt. Gemäß meinen Eingaben (letzte Wettkampfergebnisse, Pulswerte, Ziele - darunter 5K@20Min) spuckte der schlaue Computer heute einen TDL (Einlaufen, 4000 @6:39 und 3600 @4:38) aus.

Von dem Gedanken beseelt, endlich mal alles richtig zu machen beim Training, kramte ich sogar meine "elektronische Brustfessel" raus, programmierte die Garmin-Anzeigen so um, dass ich abwechselnd Puls, Pace und Distanz angezeigt bekam und legte los.

Zunächst war ich skeptisch, ob die angezeigte Trainingseinheit nicht den Marathon vom vergangenen Sonntag zu wenig ins Kalül zog, dann wiederum zweifelte ich beim langsamen Schleichen um den See am Sinn eines Trainings @6:39. Andererseits: man hat ja nichts zu verlieren, und wenn ich nun tatsächlich mal 2 Wochen falsch trainieren sollte, wird das Ganze eben unter "Erfahrungen" abgehakt. Zwischenzeitlich immer wieder die ironische Frage an mich selbst: krieg ich eigentlich einen Pulswert-Aufschlag für Schamesmomente?

Dann aber waren die langsamen 4 Kilometer absolviert, und es sollte @4:39 richtig zur Sache gehen. Sollte? Naja, sowohl bei der langsamen als auch der schnellen Etappe wurde mir offenbar die Ungenauigkeit der Garmin-Anzeige für die aktuelle Pace zum VErhängnis. Diese lag immer um mindestens 25 Sekunden/Kilometer zu hoch (d.h. höher als der Wert, den Garmin mir später für den absolvierten Kilometer auswarf), wobei die Differenz mit sinkender Laufgeschwindigkeit zu steigen schien.

So kam es, wie es kommen musste: 4 Kilometer @6:22 mit Schwankungen zwischen 6:54 und 6:06 sowie 3,6 @4:22. Und zu meiner großen Überraschung lag sogar mein Durchschnittspuls für die gesamte Einheit mit 158 deutlich unter dem vorgegebenen Wert.

Habe mein Training jetzt gleich an "Vic" zurückgefüttert und bekomme dafür morgen bequeme 14 @ 5:29. Ich glaube, ich bin auf den Geschmack gekommen...

Kommentare:

Evchen hat gesagt…

Holla! Kannst Du zwischen "all dem" überhaupt noch Luft holen?

Die Erleberin hat gesagt…

@Evchen:
Ja, wieso?

Evchen hat gesagt…

Naja, ich finde Dein Pensum (Laufen, Lernen, Arbeiten...) schon sehr ordentlich. Sehr...

Die Erleberin hat gesagt…

@Evchen:
Ich glaube, mein Körper und Geist fordern das einfach von mir. Mir würd's schlecht gehen, wenn ich einen Gang runterschalten müsste...

Cecile hat gesagt…

Auf jeden Fall kann keine Langeweile aufkommen! :) Frohes Schaffen!!

Gerd hat gesagt…

Ich bin ja echt mal auf deine Reaktionen auf das Vicsystem gespannt. Mir macht es im Augenblick richtig Spaß.
Hätte ich nie gedacht. ;-)
Was die Ungenauigkeit des Garmin für die Pace betrifft, stelle ich den vorgegebenen Wert vorher +- 5sec ein. Dann orientiere ich mich nur nach dem piepen zu langsam, oder zu schnell. Das passt eigentlich ganz gut!

Hannes hat gesagt…

Glückwunsch zur bestandenen Prüfung - das macht froh, wenn sich die Mühe zu Haus' gelohnt hat!

Und das Training - ja, scheinbar kommen mit dem Vicsystem immer mehr Leute auf den Geschmack ... dieses Schnupperangebot wirkt scheinbar ;)