Freitag, 3. April 2009

Ein gar mühsames Geschäft

Gestern (und am Dienstag, und am Sonntag und Samstag) war ich mal wieder laufen. Mit zunehmend schöner werdendem Wetter und da wir mir riesenschritten auf die Osterfeiertage zugehen, hat es mich einfach rausgelockt.

Für meine Verhältnisse lasse ich es derzeit sehr ruhig angehen. Am Samstag und Sonntag je 7,2 Kilometer, an den Wochentagen nur knapp 5. Gestern habe ich mich aber endlich wieder an meine knapp 10 getraut. Ich war extra früh bei der Arbeit, um am späten Nachmittag noch in der warmen Sonne laufen zu können. Und... es war sehr, sehr anstrengend.

Als ich nach einem kurzen Weg per Rad zuhause ankam, schwankte ich wie alt-gewohnt zwischen Lust und Unlust. Ich habe mir dann einen Ruck gegeben, die Laufklamotten und Schuhe angezogen und bin raus. "Nur nicht zu schnell laufen, du hast nichts zu verlieren", flüsterte ich mir schon bei den ersten Schritten zu und bog dann "todesmutig" auf die längere Runde Richtung See ein. Warm war's und sonnig, mein langer Schatten begleitete mich seitlich, als ich in der sinkenden Sonne den asphaltierten Weg entlang trabte. Erst schien es, als seien sehr viele Leute unterwegs, doch unter der Brücke bei KM 1 merkte ich, dass es sich nur um eine Laufgruppe handelte (mit einer mir bekannten Person dabei, also grüßte ich), danach hatte ich fast freie Bahn.

So richtig Gas zu geben traute ich mich nicht. Erstmal scheine ich mein ganzes Körpergefühl für eine grade noch akzeptable, aber schon anstrengende Belastung verloren zu haben. Und dann fühlen sich meine Beine so kraftlos an, ich kann "keine großen Sprünge machen". Was soll's, denke ich mir, und ehe ich mich's versehe, ist eine meiner 3 Runden 'rum. Dann die zweite. Ich werde etwas übermütig, gebe Gas auf der hubbeligen Grasnarbe, merke, wie das Leben in meinen Körper zurückstömt. Dann wird es unangenehm anstrengend, ich fühle mich ungewohnt außer Atem, schalte einen Gang runter, aber immerhin bin ich mit 30:35 Minuten nach 2 Runden sehr gut in der Zweit. (Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden!)

Dann bringe ich die letzte Runde hinter mich, denn mehr ist es nicht mehr, kann es nicht mehr sein. Während die Sonne weiter sinkt und ihre wärmende Kraft spürbar verliert, laufe ich locker, aber nicht wirklich langsam nach Hause. Uhr? 48:5x Minuten. Nicht schlecht für einen Anfang. Heute mache ich Pause, und dann gucke ich, was am Wochenende geht. Es ist schön, zurück im Laufleben zu sein.

Kommentare:

Gerd hat gesagt…

Schön das Du langsam wieder in die Freuden des Laufens eintauchst.
Lass es langsam angehen und freue Dich über jeden Kilometer. Genieße den Frühling und das gute Gefühl.
Ich wünsche Dir viel Spaß!

Anett hat gesagt…

Irgendwie geht es mir grad ähnlich. Wenn ich mich schon mal aufraffe und loslaufe, fühlen sich die beine schwer an. Das Laufen ist anfangs an sich ganz locker, nach 6-7km wird es aber doch anstrengend. Ich hab keine Ahnung woran es liegt. Ich bin vor 4-5 Wochen noch 20km gelaufen...im Oktober einen Marathon. Im moment irgendwie undenkbar das Ganze.

Kerstin hat gesagt…

Ich denke, es liegt vielleicht auch am waermeren Wetter. Bei uns wird es jetzt so langsam schwuel, und das merkt man vor allem auch beim Laufen. Ich habe gestern 40 Minuten gebraucht, um "in Fahrt" zu kommen. Da bist du doch noch gut dabei *lol*
Dein Bericht liesst sich so schoen hoffnungsvoll. Mach weiter so!

Martin hat gesagt…

Mit den schweren Beinen scheinen wir ja fast alle im Moment zu kämpfen. Da bin ich ja froh, dass es nicht nur mir so geht. Jetzt lass es langsam angehen, so eine Erkältung kann sowas von hartnäckig sein!

Hannes hat gesagt…

Es ist wirklich schön, dass du so langsam ins Läuferleben zurückkehrst. Aber es ist mühsam, den richtigen Weg zu finden. Lass dir viel Zeit und versuch die Schritte bedacht zu machen und sie zu genießen. So wirst du wieder an das Ziel kommen, welches auch immer dir jetzt gerade vor den Augen schwebt!

Die Erleberin hat gesagt…

@DiRo:
Danke, werde Spaß haben ;-)

@Anett:
Das wundert mich auch jedes Mal, wi schnell die Form umschlägt, sobald einmal kurz der Faden reißt, d.h., ich nicht konsequent trainiere.

@Kerstin:
Am Wetter könnte es liegen, aber so heiß wie in Florida ist es hier wohl (leiedr?) nicht.

@Martin:
Du bist nicht allein mit dem Problem. Gestern war's bei mir sogar NOCH schlimmer als vorgestern - die Beine und Füße taten von Schritt 1 an weh :-(

@Hannes:
Über Ziele denke ich im Moment nicht nach...