Freitag, 27. Februar 2009

Kurz auftauchen

Seit über einer Woche habe ich nichts von mir hören lassen. Anders, als manche von euch vielleicht vermutet haben, war und bin ich aber leider nicht im Urlaub. Stattdessen ertrinke ich quasi in Arbeit und kommen mir zunehmend grundlegende Zweifel daran, ob ich überhaupt noch laufen soll.

Meine Streckenlängen in den letzten Tagen sind aufschlussreich:
Donnerstag, 19.2.09: 7,2 Kilometer
Samstag, 21.2.09: 8,5 Kilometer
Sonntag, 22.2.09: 75 Kilometer (LüHa FunRun)
Freitag, 27.2.09: 7,2 Kilometer.

Dabei ist es nicht so sehr die Summe, sondern die Schwankungen, die auffallen. Und die einzig und allein der Tatsache eines frühen Meldeschlusses geschuldet sind, so dass ich aus der Sache mit den 75 Kilometern nicht mehr so richtig herauskam.

Nach einer kurzen Nacht (ich war wegen falscher Informiertheit bereits um 4 und nicht erst um 6 am Hamburger Hauptbahnhof) waren die Kilometer jenseits des Marathons denn auch eine Qual, mit Atemproblemen, Überlkeit, Schwarzsein vor Augen und was ihr euch dergleichen mehr von einem überdrehten, kaputten Kreislauf vorstellen könnt.

Nicht nur deshalb habe ich inzwischen überhaupt keine Lust mehr zu laufen. Kostet Geld, kostet Zeit, kostet Mühe, so mein Fazit.

Ich glaube, liebe Lauffreundinnen und -freunde, ich bin dann mal weg! Mit einem lachenden und einem weinenden Auge...

Kommentare:

DocRunner hat gesagt…

Hallo ?
Wie muss ich das denn verstehen ? Du machst Laufpause ? Kann ich jetzt gar nicht glauben, aber falls ich das richtig verstanden habe, wünsch ich Dir viel Ablenkung und Genuss auch ohne Laufen. Manchmal muss es eben sein ;-)

Lass es Dir gut gehen

Liebe Grüße

Christian

Anett hat gesagt…

Ich kann dich irgendwie verstehen. Mir ist die Motivation im Moment auch abhanden gekommen.Ich wünsch dir Alles Gute!!!!

Hannes hat gesagt…

Am Wochenende noch 75 Kilometer gelaufen und nun willst du damit ganz aufhören? 75 Kilometer sind eine Wahnsinns-Leistung - und wenn davon fast die Hälfte grausam läuft, ... kein Wunder, dass du dann davon genervt bist.

Man kann dir nur die Daumen drücken, dass der Arbeitsberg weniger wird und du dich ablenken kannst, egal auf welche Weise. Du weißt sicher selbst, wie viel Kraft das Laufen bringen kann.
Genauso kann es aber auch die Kräfte verschleißen.

Ruh dich gut aus!

Die Erleberin hat gesagt…

@DocRunner:
Ja, oder so ähnlich ;-)
@Anett:
Ich schicke dir ein großes Paket solidarisches Unlust-Verstehen zurück.

Gerd hat gesagt…

Das hört sich alles nicht besonders toll an. Vielleicht schaffst Du es so ab und zu mal zwischen der vielen Arbeit ein paar kleinere Strecken zu laufen. Mir hilft es immer um Stress abzubauen. Ob ein 75km Lauf dazu geeignet ist bezweifele ich.
Egal was Du die nächste Zeit auch machst, ich wünsche Dir alles Gute, bleibe auf jeden Fall gesund und sehe zu das Du erst mal ein bisschen Abstand gewinnst.
Das wird schon wieder. ;-)

Kerstin hat gesagt…

Oje, das hoert sich wirklich nicht gut an.
Sei nicht boese, wenn das jetzt kritisch klingt.
Irgendwie scheint es bei dir meist nur Extreme zu geben, also entweder laufen bis zum Umfallen oder (so gut wie) gar nicht laufen. Stelle ich mir auch anstrengend vor. Vielleicht koennte ein bisschen mehr Kontinuitaet und vernuenftige Planung helfen? Gerade diese staendigen Ultralaeufe stelle ich mir schon super anstrengend fuer Koerper und Kopf vor.

Du bist so eine gute, talentierte Laeuferin, dass es schade waere, dieses Talent nicht zu nutzen.
Von deinen Zeiten kann ich natuerlich nur traeumen, aber mir tut es z.B. gerade gut, mich auf kuerzere Strecken zu konzentrieren und ernsthaft dafuer zu trainieren. Fuer mich finde ich, dass es nicht unbedingt Marathon sein muss. Vielleicht muss es fuer dich ja auch nicht unbedingt Ultra sein?

ultraistgut hat gesagt…

Hallo Christiane,

ich kann mich erinnern, dass du vor einiger Zeit schon ähnliche Gedanken hattest, und als ein paar Wochen verstrichen waren, war sie wieder da - voller Enthusiasmus und Freude.

Ein Tief, das wohl jeder einmal hat, und du wirst wieder heraus finden, wäre schade, wie Kerstin sagt, würdest du dein Potential den Hasen geben.

Du kommst wieder, da bin ich ziemlich sicher, aber rechtzeitig genug, damit du dein Ziel Rennsteig erreichen kannst, das bringt neue Zuversicht und Selbstvertrauen.

Ich glaube an dich !

Auch diese Phase wird vorüber gehen !

Die Erleberin hat gesagt…

@Hannes:
Icg glaube nicht, dass es ursächlich mit der vielen Arbeit zu tun hat. Wenn ich laufen möchte, dann finde ich auch die Zeit dazu ;-(
@Gerd:
Wie schon gerade zu Hannes gesagt, es ist kein reines Zeitproblem...

@Kerstin:
Du sprichst mir aus der Seele, denn genauso fühlt sich die "Innensicht" auch an. Leider ist "Planung" bei mir kein probates Gegenmittel. Alle Läufe, bei denen ich wirklich erfolgreich war, habe ich erst wenige Tage zuvor gemeldet. Das wollte ich dieses Jahr ändern - und es ist voll in die Hosen gegangen. Jetzt muss ich wahrscheinlich durch bewusstes Nicht-Planen und Nicht-Wirklich-Trainieren (geht das???) dagegen steuern.

@ultraistgut:
Da du mehr Erfahrung hast als ich, schenke ich deinen Worten mal Glauben. Auch wenn ich noch nicht weiß, wie das mit dem Rennsteig werden soll...

Minerva hat gesagt…

Oh, ich hoffe sehr, das es keine "Überdosis" war.... ich komm doch so gerne zu dir, um mir meine Motivation abzuholen.

Ich wünsche dir alles, alles gute und eine besonders erfolgreiche Regenerationsphase!

Die Erleberin hat gesagt…

@Minerva:
Dich kenne ich ja noch gar nicht als Leserin meines Blogs. Herzlich willkommen im Kreis. Ich habe mir sagen lassen, dass bei manchen Giften auch eine Überdosis nicht tödlich ist. Es besteht also Hoffnung!