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Freitag, 4. September 2009

Von qualmenden Mauken und "letzter Test"


Wenn ich in der letzten Zeit den Korridor zu meiner Wohnung betrat, roch es dort recht streng. Ich wusste, konnte, wollte es erst nicht zugeben, aber so ist es nun einmal: meine Nike free stinken zum Himmel. Also galt es heute drastische Maßnahmen zu ergreifen. Vorbild war, was ich auch schon im Urlaub auf Lanzarote (wo ich es auch nur aushalten konnte, wenn die "Dinger" auf dem Balkon übernachteten) praktiziert hatte: lauwarmes Wasser, Duschgel bzw. Seifenlauge und dann im Waschbecken so lange spülen, bis das Wasser klar und die Nase nicht mehr irritiert wird... Irgendwie habe ich den Eindruck, dass noch keins meiner Modelle auf diese Art und so stark gestunken hat. Naja...

Zwischendurch war ich dann noch einmal laufen, und zwar so, wie es jeder zweite gute Marathon-Trainingsplan spezifiziert: im Prinzip locker mit 2 oder 2x2 Kilometern im Wettkampftempo. Doch wie findet man das? Rechnerisch muss ich gleich erstmal nachgucken, welcher Schnitt für 3:45 Std. erforderlich ist. In der Praxis machte ich nach einem Einlauf-Kilometer einfach die Handbremse los. Ergebnis: 4:22 und 4:17 pro Kilometer, danach noch eine See-Runde langsam austraben und endlich, endlich mal das Laufen und den Herbst genießen. Allerdings: was sagt mir das für den Wettkampf???

Dienstag, 18. August 2009

Kleine Abendrunde und verschlafen

Nach dem 30er am Sonntag wollte ich es am Montag ganz besonders ruhig angehen lassen. Da auf's Laufen am Sonntag ohnehin genug Regenerationsbewegung ind Form von Radfahren folgte, machte es mir auch weder mental noch körperlich Schwierigkeiten, mich mit dem Laufen bis abends zurückzuhalten (dafür sehr früh im Büro gewesen).
Aber dann: langsam (5:36 pro KM) angetrabt, fand ich auf einmal Geschmack am Tempo und lief die mittleren 3 von 6 Kilometern in der kühlen Abendluft locker unter 5 Minuten. Da weiß man wieder, was laufen mit fliegen gemeinsam hat.
Vorher hatte ich mir aber noch einen neuen mp3-Player gegönnt, kein teures Modell, sondern eins, bei dem man sich keine Sorgen macht, wenn mal ein paar Schweißtröpfchen draufkommen oder er ein Unwetter überstehen muss. Nach einer Nacht an der USB-Buchse meines Laptops sollte es mit ihm heute Morgen auf einen 15er-Relax-Trip durchs Landschaftsschutzgebiet gehen.
Leider hat mir aber wohl der verlängerte Spontanbesuch (ich musste vor der Rückfahrt einen Regenschauer "abwettern") bei meiner Mutter nicht gut getan. Statt um halb 6 kam ich erst um 7 aus den Federn - um zu merken, dass meine neue Errungenschaft nicht einmal mehr "Piep" sagte (auf dem Fahrrad am Abend war's noch gegangen).
Nach dem Beschluss, das Teil heute schleunigst bei Saturn umzutauschen, folgte ein schnelles Frühstück und die Idee, noch einmal in dieser Woche sehr zeitig im Büro zu sein. Kann ja heute Abend laufen ;-)

Montag, 16. März 2009

Schuhtest im Schleichtempo

Dieses Frühjahr scheint es bei mir wirklich in sich zu haben: letzte Woche schleppe ich mich 3 Tage zur Arbeit und einen Tag zur Klausur, weil ich ja nicht nochmal lernen will und ich sooo viele wichtige Termine habe. Und am Donnerstagabend war es dann einfach aus: mit dem Fahrrad im Regen kam ich von einem Termin nach Hause, den ich bereits völlig "verhustet" hatte. Völlig geschwächt, legte ich mich ins Bett, fiel in einen Zustand zwischen Delirium, totaler Übermüdung und Heißhunger (den ich mitten in der Nacht mit Tomatensuppe stillen musste) und verbrachte röchelnd eine unruhige Nacht.

Am Freitagmorgen dann das einzig Vernünftige in dieser Woche: anruf im Büro, dass ich nicht komme und zurück ins Bett, wo ich auch noch den kompletten Samstag verbrachte. Am Sonntag ging es - abgesehen von einem seeeehr langen Mittagsschlaf zwischen 11 und 14 Uhr - dann schon wieder etwas besser. Allerdings war ich danach dann doch sehr traurig, das ganze Wochenende wirklich keinen Schritt vor die Tür gemacht zu haben.

Obwohl der Husten also immer noch nicht ganz weg ist und ich die Schwäche der Krankheit noch deutlich spüre, habe ich heute einen Schleichlauf durch den Park gemacht. Ich verbuche das dann mal unter "Spaziergang an frischer Luft" - intensitätsmäßig entspricht es dem wahrscheinlich im Vergleich mit Otto-Normalrekonvalszentem. Von 40 Minuten für 7 Kilometer kann man auch wirklich nichts sagen, zumal es bedeckt, aber mild und von oben zumindest trocken war.

Getestet habe ich dann gleich noch die Mizuno Wave Impulse und: sie dürfen bleiben! Am Anfang empfand ich zwar das Abrollverhalten als etwas steif (zumal im Vergleich mit den Precision 8), beim Laufen muckelte allerdings keine meiner üblichen Problemstellen und ich fühlte mich so federleicht gedämpft und sicher abrollend, dass die beiden jetzt aus dem Karton befreit werden - und in mein Regal einziehen. Ein Schritt in die richtige Richtung, aber ein viel zu kleiner *sniff*

Donnerstag, 12. März 2009

Da waren's nur noch 2

4 Paar neue Laufschuhe habe ich mir bestellt, nachdem in meinem Kopf klar wurde, dass ich mittelfristig wohl nicht mit diesem Hobby aufhören würde: den Nike Lunatrainer, Mizuno Wave Impulse, New Balance 1062 sowie 904, davon die drei erstgenannten herabgesetzt und so zu einem halbwegs akzeptablen Preis.

Mit dieser Bestellung setzte ich auch eine taktische Vorgabe im Grenzgebiet zwischen Laufen und praktischer Lebenseinstellung um: Schuhe nur noch da bestellen, wo man sie testlaufen und gegebenenfalls zurücksenden kann. Als ich gestern das riesige Paket von einer Nachbarin (die Post kommt ja bei arbeitenden Menschen immer, wenn wir nicht zuhause sind) abgeholt hatte, wurde erstmal gespannt anprobiert.

Der Lunartrainer, obwohl weiß und farblich abgesetzt sehr ansprchend gestaltet, fiel gleich heraus. Entgegen meiner Hoffnung, der Leisten könnte dem Free entsprechen, ist er leider vorn viel weiter - ein "Lauflebensproblem" von mir und deshalb der Knockout für diesen leichten und dem Augenschein nach auch hochwertig verarbeiteten Flitzer.

Weiter gings zum Mizuno, der mich mit meinen Alltags-Arbeits-Baumwollsocken zu 85 Prozent überzeugte und nicht zuletzt wegen der guten Erfahrungen mit dem Wave Precision 8 auf dem Stapel "Testlaufen" landete.

Schwieriger wurde es bei den NB-Modellen. Der 1062 - Mercedes oder Sofa unter den Produkten dieses Herstellers, fühlte sich am Fuß angenehm an; allerdings bin ich eigentlich nicht der Läuferinnen-Typ, der auf Dämpfung abfährt, eigentlich brauch' ich's direkter. Andererseits: Wenn ein Schuh sogar ohne spezielle Laufsocken gleich durch ein angenehmes Tragegefühl überzeugt, ist er vielleicht ein genaueres Hingucken bzw. Ausprobieren wert...

Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber den 904er noch nicht probiert, gewissermaßen die Analogie aus dem Hause New Balance zu Asic's Erfolgsmodell DS-Trainer. Mit einer für einen so leichten Schuh schon auffälligen Pronationsstütze, die sich bis zur Hälfte des Vorfußes nach vorn zieht, ist dieser Schuh der Form nach eigentlich nicht meine Wellenlänge. Nicht nur, dass ich mir mit dem DS-Trainer trotz aller anfänglichen Annehmlichkeiten wohl die Füße kaputt gelaufen habe (wobei ich nicht weiß, ob das nicht am Asics-Schnitt liegt), auch benötige ich eigentlich keine Stütze. Der Schuh liegt aber gut am Fuß und ist in weiß, mit dunklerem Rot abgesetzt, auch wirklich hübsch anzusehen. Allein, ein Schuh, für den ich den Originalpreis von 130 Euro hinblättern soll, sollte "perfekt" sitzen und nicht nur "ganz ok". Tut er aber ohne Laufsocken nicht. Und da ich die in meiner Anfangszeit, wo mir das Laufen am meisten Spaß machte, auch nicht hatte, landet der 904 vorerst unter den "Ausgemusterten".

Die beiden anderen werde ich jetzt mal einem Action-Test unterziehen. Allerdings erst nach der Zwangspause, die mir eine hartnäckige Halsentzündung nebst nächtlichen, brennenden Kopfschmerzen beschwert. Es lebe der Sport ;-)

Samstag, 7. Februar 2009

Entspannter Wochenend-Start

Nach den Turbulenzen der letzten Woche (Ärger über lange Trainingsläufe, Krankheit, neues Auto) habe ich mir gestern einen richtig entspannenden Start in ein ebenso entspannendes Wochenende gegönnt: 20,5 Kilometer in 1:52 Stunden. Dazu auch die gute Nachricht: Ich habe es heute endlich geschafft, die Daten vom Garmin in SportTracks zu importieren. Der Trick: Geduld, will heißen, ich hatte bisher einfach nicht lage genug gewartet, bis sich der ANT-Stick mit dem Forerunner synchronisiert und die nicht unerheblichen Datenmengen meiner Lauf-Exzesse herübergespielt hatte. Wie schön, wenn sich mal etwas "wieder anfindet" *g*

Der Lauf gestern Abend ließ bereits beim Start Gutes erhoffen. Zwar tut mein rechtes Bein immer noch oberhalb des Sprunggelenks mysteriös weh. Dies wird jedoch erst nach 15 Kilomtern so richtig störend, und so ließ ich mich zunächst nicht beirren. Betont langsam (ich habe ja jetzt eine elektronische Brustfessel, äh, einen Pulsmesser) glitt ich hinaus in mein Stadtviertel über die breiten, zugeparkten Fußwege der "besseren" Wohngegenden und befand mich irgendwann unmittelbar im Park nahe des Mini-Stadtschlösschens eines unserere letzten Herzöge. Die gerade Strecke dort schätze ich besonders, ich fühle mich immer ganz befreit und wenn der Mond dann noch so zwischen den vereinzelt stehenden, großen Bäumen hindurchscheint wie gestern Abend, ist es das pure Läuferglück.

Dieses setzte sich dann am See fort. Über der dunklen Wasserfläche (in der Nähe des anderen Seeufers war sie erstaunlicherweise noch weiß vereist) schien der Himmel mit einem unheimlichen Leuchten, nicht hell, aber auch nicht dunkel und so, dass man nicht den Eindruck haben musste, dieses Licht habe etwas mit dem fast vollen Mond zu tun, der hoch im Firmament stand. Die Beschaffenheit des Weges changiert hier zwischen "matschig" und einigen verbliebenen kurzen Eispassagen, auf denen ich lieber noch einmal betont abbremse.

Dann der Abzweig, und es geht an den Eisenbahnschienen "hinaus aufs Land". Jetzt schlängelt sich neben mir das Flüsschen Oker, auch stellenweise noch vereist, während sich der breite, betonierte und von Frost und Wetter aufgebrochene Betonweg zum schmalen, Gras überwachsenen Pfad unter Bäumen verengt. Da ich die Strecke im Hellen kenne, achte ich jetzt im Dunkeln besonders darauf, die Beine lieber etwas zu sehr zu heben als zu wenig. Ich denke, dem Laufstil kann es eigentlich nicht schaden. Dann über dn Holzsteg, wo das "Reiten verboten"-Schild steht und schließlich habe ich wieder eine lange Gerade vor mir. Auf geschottertem Untergrund trabe ich dem Ort entgegen, von dem nur das lange, quer im Raum liegende erleuchtete Rechteck der Reithalle kündet. Hatte ich schon erwähnt, wie sehr ich Geraden liebe? Falls nicht, nirgendwo sonst kann ich Weite so intensiv erleben und meine Gedanken wandern lassen. Vielleicht ist das eine Reminiszenz einer Kindheit im deutschen "Wheat belt", wo nur weite, von Wegen rechtwinklig durchkreuzte Felder und majestätische Strommasten mit den dazwischen leicht und fast laufen scheinend dahingeschwungenen Überlandleitungen das Auge treffen.

Nach ziemlich kurzer Zeit bin ich im Ort, lasse die Kirche hinter mir, eine weitere Brücke und dann geht es (Kilometer 10 ist überschritten) zurück. Zunächst über einen geschotterten Pfad zwischen Weiden, dann nochmal längs eines anderen Dorfes auf einem Weg, den ich wegen seiner Huckel und seitlichen Abschüssigkeit (zum Fluss) nicht besonders schätze. Schließlich bin ich auf dem Weg, der sich in vielen (und wenn man erschöpft ist frustrierenden) Mäandern durch eine von Baumreihen systematisch durchzogene Weidelandschaft schlängelt.

An diesem Abend geht alles schnell, obwohl ich es bewusst langsam angehe. Kaum beobachte ich den immer noch vereisten Fluss, wie er im gedämpften Mondlicht unter den herabhängenden Ästen der Weide glänzt, bin ich auch schon am See, nun wirklich auf dem Rückweg und quasi auf der "Zielgeraden" meines Laufes. Dann hat mich die Stadt wieder, noch eine Straße, mein Wohnviertel - geschafft.

Danach hieß es Duschen und mich aufmachen zur Verlobungsfeier eines besonderen Freundes. Er ist Mathematikstudent und außerdem einer der innigsten Verehrer dieser Wissenschaft und eines ihrer großen Kinder (und Söhne Braunschweigs), Carl-Friedrich Gauß. Gestern hatte er anlässlich seines Ehrentages ein "Café litéraire" mit Liebeslyrik (im eigentlichen Sinne und der Liebe zur Mathematik) veranstaltet, und obwohl ich zu spät kommen würde, wollte ich auf keinen Fall nicht dorthin gehen. Gesagt, getan war das Ganze dann aber nach einem Gläschen Rotwein (mein erstes in diesem Jahr!) gegen 23:30 Uhr beendet. Todmüde fiel ich ins Bett - nur um heute morgen mit viel Ruhe und großen Tatendrang aufzuwachen.

Nun ist das Pflichtprogramm (abgesehen vom Aldi-Einkauf) erledigt, und es geht auf Spritztour mit dem Auto. Heute habe ich lauffrei und werde morgen nochmal die 30 angehen. Ruhig, damit es schnell geht!

Freitag, 30. Januar 2009

Auf in die Eifel!

Es ist geschafft, die Arbeit und die Trainingszurückhaltung der Woche sind vollbracht. Morgen kann es endlich richtig losgehen in ein Sportjahr, auf das ich mich freue wie lange auf keins mehr. Ich bin bereit, sowohl mental als auch ganz praktisch. Zum Beweis, meine gepackten Sachen:



Inhalt u.a.:
- bereit gelegte Laufsachen (warm)
- bereit gestellte Laufschuhe und -socken (je 1 Paar für Sa und So)
- Laufrucksack mit Trinkblase (3l), Müsliriegeln, Traubenzucker
- kleine große Notration für zwischendurch
- Übernachtungsutensilien für die Jugendherberge

Morgen früh wird es hart, spätestens um 5 Uhr will ich loskommen, hat map24 mir doch gut 4 Stunden Fahrtzeit ausgespuckt und muss ich neben den Unbilden des Wetters vielleicht auch mit ein paarmal Verfahren rechnen.

Zu guter Letzt noch eine Lehre des heutigen Laufs, die ich morgen gleich umsetzen werde: Der Brustgurt des Pulsmessers schnürt mir die Luft ab und der Anblick meiner (hohen) Pulswerte irritiert mich. Folglich bleibt dieses Zubehör morgen zuhause und ich nehme den Garmin "ohne Anhang" mit!

Donnerstag, 29. Januar 2009

SportTracks

Gerade habe ich noch gepostet, dass ich keinen Nerv auf Computerprobleme habe. Andererseits könnt ich euch ja sicher denken, dass ich mich als Ultraläuferin so schnell nicht kleinkriegen lasse. Ergebnis: Jetzt läuft's!

Wie hab' ich's gemacht (für alle, die doch noch uneingeweiht sind):


  1. .NET 2.0 bei Microsoft herunterladen. Benötigt wird das "redistributable package", mit dem ihr Software zm Laufen bringt, die auf einem anderen Rechner unter .NET geschreben wurde (oder so). Mein Fehler war, dass ich die Version für die falche Plattform (.84 statt x86) ausgewählt hatte. Nach Anweisung installieren. Ggf. Service Pack nachinstallieren.


  2. SportTracks bei Heise herunterladen. Installiert sich nach Klick auf "Ausführen" wie von selbst.


  3. Garmin Communicator herunterladen und installieren


  4. Garmin ANT-Stick in USB-Port stecken. Forerunner durch Drücken einer Taste aktivieren


  5. Sofern geöffnet, erledigt SportTracks dann den Rest von selbst.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Heiße Sieben

Für die Eingeweihten der Homöopathie unter euch: Ja, ich bin ein wenig am Kränkeln (sog. "rheinische Verlaufsform", aber auch in Norddeutschland beliebt), sitze mit Halsschmerzen, Kopfschmerzen und leichtem Fieber zuhause und bin froh, dass es irgendwie geht.

Das Ganze kündigte sich bereits gestern Abend an. Ich war nach der Arbeit völlig kaputt (mehr, als die kurze Nacht zuvor erklärt hätte), wollte erst gar nicht zum Lauftreff gehen und quälte mich auch merklich, die insgesamt 15 Kilometer im eigentlich lockeren 6er-Schnitt hinter mich zu bringen. Zuhause angekommen, reichte es gerade noch zum Pastakochen und -essen, danach fiel ich völlig erschöpft ins Bett.

Gar nicht standesgemäß in Besitz genommen wurde deshalb auch meine neue Garmin. Nachdem Andreas, der ja mit seinem gebrochenen arm immer noch zuhause sitzt und sich als Ersatz-Empfänger angeboten hatte, sie mir vorbeibrachte, machte ich noch vorsichtig die Packung auf. Den Rest vertagte ich auf heute, wo ich schon feststellen konnte, dass die 405 zwar von der Form her weniger klobig aussieht, als die Vorgängermodelle, es von Größe und Gewicht her aber trotzdem ist. Hier ein Foto an meinem schmalen Frauen-Handgelenk:




Nun ist Garmin erstmal in der Steckdose, ich peppele mich mit Heißer Sieben (Ferrum Phosphoricum) und Kaffee, der glücklicherweise bei den Niedrigpotenzen nicht total Tabu ist, und hoffe auf baldige Besserung. Eigentlich wollte ich nämlich heute Abend ins Kino und vor allem am Wochenende laufen. Drückt mir die Daumen!

Donnerstag, 22. Januar 2009

Eine Woche voller Erleben

Als ich diesen Blog "Schultergucken" nannte und mir selbst das Psudonym "dieErleberin" gab, geschah das auch mit dem Hintergedanken, dass mir das "wirkliche Leben" immer wichtiger sein würde, als das Internet. Entsprechend befürchtete ich auch, zwischen den einzelnen Beiträgen sehr lange Pausen zu machen. Wenn dieser Zustand letztlich nicht eingetreten ist, dann verdankt ihr und verdanken Sie, liebe Leser, euch das selbst. Mit euren anregenden Kommentaren, mahnenden Worten und motivierenden Kommentaren habt ihr mich begleitet und beim Bloggen ebenso wie beim Laufen bei der Stange gehalten. Dafür an dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön!

Wenn ich mich diese Woche wenig gemeldet habe, dann, weil sie wirklich ereignis- und erlebnisreich war. Ich beschränke mich im Folgenden mit einer Aufzählung der größten, lauf- und freizeitrelevanten Posten:

Training: Dieses Mal habe ich meinen Plan durchgezogen und tatsächlich nach 4 Wochentagen bereits 100 Kilometer "runter". Morgens bin ich jeweils 10, abends 15 Kilometer gelaufen. Als Besonderheit habe ich bei 2 der morgendlichen Läufe die Nike free getragen, und bin bisher sehr zufrieden mit der Anschaffung. Unterdessen bleiben die Streckenverhältnisse unberechenbar, war unsere Runde z.B. am Dienstag mit den Lauftreff-Leuten wieder stärker vereist als am Montag, als ich dort allein unterwegs war. Kleiner Seitenblick zur Form: Heute die 15 Kilometer trotz kleiner Eis-Unterbrechungen und einer Art Hungerast zwischen Kilometer 4 und 6 in 1:11:44 Stunden. Eigentlich locker. Es wird!

Laufschuh-Rückgabe:Diesen Riesen-Wackerstein habe ich am Dienstag zur Post geschleppt und mit dem äußerst komfortablen Retouren-Service von RP sehr einfach aufgeben können (man bekommt den Post-Code für die Rücksendung gleich mitgeliefert und muss nichts bezahlen. Heute habe ich auch die adistar Cushion (unbenutzt) zu Karstadt Sport zurückgetragen. Grund: Ich war mit nicht sicher und ausprobieren ist da nicht drin. Lektion: Kaufe in Zukunft nur in Geschäften mit Möglichkeit zum Testen unter Alltagsbedingungen; oder mega-spontan auf Marathonmessen. Problem: Habe nur noch 3 Paar Laufschuhe, von denen zwei ihre beste Zeit lange hinter sich haben...

Garmin Forerunner 405: Ich habe mich ja lange gegen den Herzfrequenz-Hype gewehrt. Die Möglichkeit, künftig meine Touren per GPS nachzeichnen zu können und ein paar zusätzliche Auswertungen und Trainingsmöglichkeiten ("virtueller Trainingspartner") zu haben, reizte mich denn aber doch. Zudem finde ich mich selbst endlich genug "freaky", um solch ein Teil zu besitzen. Bestellt habe ich es heute durch meine 1. ebay-Auktion ever für etwas über 200 Euro (inkl. Pulsgurt). Kein schlechter Tag für eine schlechte Kauffrau.

Kino: Habe mir gestern nach dem Training die örtliche Premiere von "Operation Walküre" angesehen. Mit von der Partie war mein Trainingspartner Andreas, der seit über einer Woche mit gebrochenem Arm ausharren muss. Der Film ist absolut sehenswert, sowohl, was die historischen Details zum Attentat und der geplanten Machtübernahme angeht, als auch wegen des extrem hohen Spannungsfaktors. Wohl noch nie habe ich im Kino so mitgefiebert. Solltet ihr euch unbedingt angucken. Danach waren wir dann noch in einer Studentenkneipe, und ich aß auf meinen Kino-Kaffee noch ein Lahmacun mit Spinat, frischen Zwiebeln, Tomaten und Salat. Mit der nötigen Bettschwere habe ich mir dann heute "Ausschlafen" bis um 7 gegönnt.

www.ab-ins-bett.de ;-)

Montag, 19. Januar 2009

"Das wollen wir mal gelten lassen" und "Schuhtest"

Heute ist Montag, ergo mein Tempo-Tag. Leichter gesagt als getan bei den mit halb abgetauten Eisschollen bestückten Wegen hier ringsherum. Was mir dafür weniger zu schaffen machte, war meine Form bzw. Schmerzen und Unlust, die sich in den letzten Tagen abgewechselt hatten.

Also um 17 Uhr pünktlich Schluss gemacht und mein Fahrradlicht repariert und dann ab auf die Pist. Doch halt, eine Sache war da noch. Schließlich stehen bei mir zu Hause ja seit knapp einer Woche 2 Paar neue Laufschuhe rum, die getestet bzw. eingelaufen werden wollen Adidas Supernova cushion7 und adistar cushion 6, jeweils in 42. Von beiden bin ich nicht so wirklich überzeugt, muss mir doch ein guter Laufschuh eigentlich passen, sobald ich mit meinen normalen Baumwollsocken aus dem Alltag hineinschlüpfe. Dieses "harte" Kriterium erfüllen beide nicht. Den adistart (von Karstadt Sport) habe ich mit dicken Laufsocken anprobiert und im Geschäft als bequem empfunden. Allerdings habe ich bei mehrfachem Nachdenken den Eindruck, er sei zu "badewannig" (weich, zu wenig Bodenhaftung...).

Den anderen, Supernova, besitze ich seit dem Sommer eine 2/3 Größe kleiner, was für kurze schnelle Läufe klasse ist. Bei 50 Kilometern und den scheinbar auch bei mir "wachsenden" Füßen bin ich damit allerdings auch mal an meine bzw. seine Grenzen gestoßen, so dass ich ihn diesmal in schwarz und eine halbe Nummer größer bestellt habe (bei RP online). Passen wie angegossen tat er nicht, außerdem scheint er - nach dem Lauf betrachtet - schwerer und schwergängiger zu sein als der weiße. Kann sowas bei gleichem Modell und gleicher Nummer sein???

Also welchen teste ich denn jetzt? Dumm auch, dass ich bei beiden nicht genau weiß, ob ich sie nach dem Test noch zurückgeben kann. Noch dümmer, dass ich nicht zuerst bei RP-online angerufen und DANN getestet habe, denn, was soll ich sagen, der Lauf heute war schuhmäßig ein Debakel. Schon auf den ersten Metern merkte ich, dass die Schlappen nicht mitgehen wollten in meine Bewegungen, wischte aber jeden Zweifel beiseite und peeste erstmal los.

Am Anfang ging alles noch ganz gut. Ich musste dann aber im Park feststellen, dass es dort so vereist war, wie noch nie - und einige Umwege über die tief matschigen Rasenflächen machen. Auf dem Teilstück, das den Park mit "meinem" See verbindet, muss es dann wohl so eisig gewesen sein, dass di Stadt dort kurzerhand die Wege mit Baustellenbegrenzern (naja, diesen rot-weiß gestreiften Barrieren) gesperrt hat. So überlegte ich mir kurzfristig (und nach einem kleinen Motivationstief), die Ausweichstrecke unseres Lauftreffs zu nehmen. Eine ganz schön gruselige Entscheidung. Nicht nur, weil ich sie wegen Dauerquatschens und Gruppentriebs nicht erinnere; auch führt sie durch ein weniger gutes Wohnviertel, zwischen Gartenkolonien und im Winter weitestgehend unbenutzten Sportanlagen hindurch, aber was so eine richtige Sportlerin ist - denkt nur ans Training und gibt richtig Gas.

Da die Strecke meines dunklen Wissens nach etwas länger ist als die üblichen 14,5 Kilometer, und angesichts der Tatsache, dass ich mich ein paar Mal verlaufen habe und des Öfteren vom Eins ausgebremst wurde, wollen wir deshalb 1:14:03 für 15 Kilometer mal als "Tempotraining" gelten lassen.

Ach ja, falls jemand etwas von einer Zufriedenheits-(2-Wochen-Test-und-Rückgabe-)Garantie bei Runner's Point online weiß, WÄRE ICH FÜR HINWEISE DANKBAR.

Nachtrag 20.01. zum Thema Schuh-Umtausch: Habe gerade mal die Geschäftsbedingungen auf der Rechnung von Runners Point angesehen und fand folgenden Passus:
"Passform-Garantie"
Sollten Sie nach dem ersten Gebrauch Ihres Laufschuhs bemerken, dass die Passform nicht stimmt, nehmen wir den Schug zurück. Sie erhalten entweder Ihr Geld zurück oder suchen sich ein anderes Produkt aus.

Das nenne ich fair!

Montag, 5. Januar 2009

Im Schnitt durchschnittlich

Vorweg tue ich schon einmal etwas, das man laut Stilfibel eines gewissen Wolf Schneider niemals tun sollte: mich für das durcheinander des folgenden Blogeintrags entschuldigen. Aber so war er nunmal, mein Tag.

Angefangen hat alles schlaflos und mit der festen Intention, heute lauffrei zu bleiben. Nun, ihr kennt mich allzu gut: den ganzen Tag habe ich das natürlich nicht durchgehalten. Dennoch begann alles sehr schön "unläuferisch" mit einem ersten Kaffee um 5 Uhr morgens, auf den bis um 14 Uhr so rund 4 weitere Tassen folgen sollten; irgendwann habe ich aufgehört mitzuzählen, tat ich mich doch außer einem Frühstücksbrot mit Honig und einem mit Käse auch noch an einer kompletten Tüte Lakritz und einem halben, von gestern übrig gebliebenen Salat von meinem Lieblings-Türkenimbiss gütlich.

Und die ganze Zeit habe ich dabei vorm Rechner gesessen, fast nichts zustande gebracht und darauf gewartet, dass die Bauchschmerzen kommen. Kamen aber nicht, so dass ich mich gegen 14.30 Uhr tatsächlich zu meinen Erledigungen (Bibliothek, Lebensmtteleinkauf) aufmachte und anschließend wie zuvor beschlossen meinen Bestand an warmer Laufkleidung aufstocken ging.

Ergebnis: knapp 3 Stunden Stadtummel, 5 neue Teile, rund 300 Euro ärmer. Bildlich habe ich das auch mal festgehalten, und irgendwie erinnert es mich an den Inhalt eines Hünengrabes aus der Bronzezeit:



Nun ja, danach, ich war inzwischen bestimmt auch schon wieder mehr als 5 Kilometer zu Fuß unterwegs gewesen, drückte dann doch die Lust (oder das Gewissen), den ganzen High-Tech-Krempel mal einem ersten Test zu unterziehen. Wegen der neuen Schuhe (Brooks Glycerin) und meiner vermeintlich nicht sportgerechten Ernährung wollte ich es eigentlich ruhiger angehen lassen, aber sagt das mal einem jungen Pferd, das den ganzen Tag weder zu arbeiten noch richtig Auslauf hatte.

Also raus, der Schnee liegt noch, es macht wirklich Spaß, bei diesen Bedingungen zu laufen, auch wenn natürlich stellenweise Rutschgefahr besteht und ich bei Straßenüberquerungen knöcheltief im schwarzen Schneematsch wate, den der Räumdienst in Richtung Bordsteinkante geschoben hat. Ansonsten presche ich los, merke dabei, wie schnell ich bin, genieße jeden der weit ausgreifenden Schritte auf dem leicht federnden, knirschenden Untergrund. Der Mond steht klar fast senkrecht über den Bäumen, in deren Schatten ich ein- und nach ein paar Schritten dann wieder auftauche. Am See verliere ich von Zeit zu Zeit den Weg, finde mich dann in höherem, verharschten Schnee wieder und gebe gleich nach der Befreiung wieder richtig Gas. Zur Halbzeit ein Blick auf die Uhr: 35 Minuten. Jetzt nicht nachlassen und vor allem bloß nicht auf die Null-Taste der Stoppuhr kommen, denke ich und wundere mich gleichzeitig über meine Energie. Diese will nicht enden, und auch außer Atem komme ich eigentlich nicht. Die schönen, neuen Klamotten wärmen hervorragend. Nur mit den Schuhen kann ich mich noch nicht anfreunden: wieder der stechende Schmerz unter dem Ballen, den ich schon von allen meinen asics-Modellen kenne (weshalb ich beschlossen habe, keine mehr zu kaufen).

Nun gut, das Naherholungsgebiet verlassen, zügig den Park durchquert und schon hat mich die Stadt wieder. Ich laufe die im langen Bogen sich ziehenden Wohnstraßen entlang, die so etwas wie einen Ring um die Stadt bilden und von schönen Häusern gesäumt sind. Nur wenige Menschen kommen mir heute Abend entgegen. Dann eine letzte Hauptstraße, längs des Parks vor meiner Tür, über das Wehr, wo ich trotz Walkmans das Wasser rauschen höre und nach einem kleinen Spurt bin ich zu Hause. Time check? 1:08:42 Std. Schnell wie nie auf den knapp 15 Kilometern.

Wie war also der Tag? - Im Schnitt durchschnittlich...