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Freitag, 30. Januar 2009

Auf in die Eifel!

Es ist geschafft, die Arbeit und die Trainingszurückhaltung der Woche sind vollbracht. Morgen kann es endlich richtig losgehen in ein Sportjahr, auf das ich mich freue wie lange auf keins mehr. Ich bin bereit, sowohl mental als auch ganz praktisch. Zum Beweis, meine gepackten Sachen:



Inhalt u.a.:
- bereit gelegte Laufsachen (warm)
- bereit gestellte Laufschuhe und -socken (je 1 Paar für Sa und So)
- Laufrucksack mit Trinkblase (3l), Müsliriegeln, Traubenzucker
- kleine große Notration für zwischendurch
- Übernachtungsutensilien für die Jugendherberge

Morgen früh wird es hart, spätestens um 5 Uhr will ich loskommen, hat map24 mir doch gut 4 Stunden Fahrtzeit ausgespuckt und muss ich neben den Unbilden des Wetters vielleicht auch mit ein paarmal Verfahren rechnen.

Zu guter Letzt noch eine Lehre des heutigen Laufs, die ich morgen gleich umsetzen werde: Der Brustgurt des Pulsmessers schnürt mir die Luft ab und der Anblick meiner (hohen) Pulswerte irritiert mich. Folglich bleibt dieses Zubehör morgen zuhause und ich nehme den Garmin "ohne Anhang" mit!

Donnerstag, 8. Januar 2009

Welch ein Tag!

Heute war also der mit Spannung erwartete erste Arbeitstag nach dem Weihnachtsurlaub. Mit Spannung erwartet auch deshalb, weil ich mich natürlich über diese insgesamt furiosen Tage schon des Öfteren gefragt habe, wie lange mein Enthusiasmus unter den Beschränkungen des Alltags anhalten wird. Was soll ich sagen: Heute wurde er bereits auf eine harte Probe gestellt - wegen hohen Krankenstands vertretungshalber Bürodienst und also arbeiten bis kurz nach 20 Uhr.

Doch auch wenn ich vorher an meiner Lust gezweifelt hatte: die abendliche lange Runde ließ ich mir dann doch nicht nehmen, macht für heute Morgen zwischen 6 und 7 (nach einer wegen Koffeins geräderten Nacht) 10 in 1:01 Stunde und für heute Abend 1:16:22 Stunde. Doch währen ich morgens nur die Tatsache genißen konnte, DASS ich laufe (hatte starke Muskelschmerzen in den Beinen), war es heute Abend ein ganzheitliches Erlebnis. Schönheit und Ruhe der Natur flossen zusammen mit dem Beat der Musik und über mir am Himmel sah ich - vielleicht zum ersten Mal bewusst - sich die Milchstraße über das samtige Dunkelblau spannen! Einziger Wehmutstropfen ist, dass meine neuen Brooks Glycerin zu Runner's Point zurück müssen. Es ist das alte Spiel: die Schuhe sind mir i.d.R. zu weit, und dann rutsche ich IM Schaft so hin und her, dass ich bei Bodenunebenheiten oder starker Kraftübertragung Blasen unterm Fußballen kriegen. Schmerzen so wie beim Zahnarzt, nur großflächiger, ohne Betäubung und auf jedem geaufenen Meter 1,2 mal :-(

Ein wenig nachgedacht habe ich auch über eine Modifikation und "Rückveränderung" meiner Saisonplanung. Erster Höhepunkt bleibt natürlich wie gehabt der Rennsteig-Supermarathon mit einer angestrebten Zeit unter 7 Stunden. Aus Trainingsaufbau- und Kostengründen sowie aus purer Lust habe ich aber die Läufe davor etwas modifiziert:

  • am 21.03. kommt statt des Steinfurt-Marathons aus Kostengründen auch der Springe-Deister-Marathon in Frage

  • am 11.4. steht der Ilsenburger Osterlauf über 17 Kilometer mit rund 300 HM auf dem Programm

  • Hamburg am 26.04. wird aus Kosten- und Planungsgründen durch den Kyffhäuser Bergmarathon ersetzt


Außerdem habe ich mich entschlossen, das "große Ziel" Spartathlon für dieses Jahr noch nicht aus den Augen zu verlieren. Die Gründe liegen sowohl in meiner Person als auch in einigen Erkenntnissen der letzten (Lauf-)Wochen. Denn: Es sind dort schon Leute mitgelaufen, die bei Weitem noch nie in ihrem Leben meinen jetzigen Trainingszustand hatten; und persönlich ist die Zeit jetzt günstig wie so schnell nicht wieder, da ich seit heute Sicherheit habe, dass mein Projekt hier noch ein ganzes Jahr weiter geführt wird.

What a day!!!

P.S.: Auf besonderen Wunsch ich in meinem neuen, warmen Lauf-Outfit:

Freitag, 12. Dezember 2008

Chillout im Schneeregen

Als ich gestern aus dem Büro kam, war es stockfinstere Nacht, und die großen Tropfen fühlten sich hartkantig an, wenn sie auf mein Gesicht trafen. Der Niederschlag wurde vom Wind sogar derart getrieben, dass er bin hinter meine Brille gelangte und ich beim Radfahren Mühe hatte, die Augen aufzuhalten.

Mit einer Kollegin habe ich gestern bis 22 Uhr an einem sehr wichtigen Projekt gearbeitet. Das ist jetzt erstmal fertig, aber wir zwei waren es auch, Kopf leer, Augen ständig zufallend und Gedankenkreisel an viel zu viele Alternativen und Details. Das sind so Momente, wo ich voll überschüssiger Energie nach Hause komme, weiß, dass ich unruhig schlafen würde...und mich freue, laufen gehen zu können. Also gedacht, getan, Laufklamotten an, Stoppuhr als Alibi, Schlüssel nicht vergessen und raus in die unwirtliche Welt. Ich habe mich nicht gepusht, einfach nur gleiten lassen und beobachtet, wie sich mein Körper selbst einen Rhythmus gibt, diesen wechselt, so als reagiere er auf die Gezeiten meiner Gedanken (eine Beobachtung, die ich auch schon bei Tempoläufen und im Wettbewerb gemacht habe...) und mir die Chance gibt, runter zu kommen und ganz weit weg von dem, was uns in unsere "zivilisierten" Welt oft so wichtig erscheint.

Nach Dusche und zwei super-leckeren Mandarinen als Nacht-Snack (ich hatte den ganzen Tag von Gummibärchen und Keksen gelebt) habe ich nun eine seelenruhige und erfrischende Nacht hinter mir, und kann nun sagen "auf zu neuen Ufern". Ob ich allerdings zu dem Lauf am Wochenende fahre???