Heute war also der mit Spannung erwartete erste Arbeitstag nach dem Weihnachtsurlaub. Mit Spannung erwartet auch deshalb, weil ich mich natürlich über diese insgesamt furiosen Tage schon des Öfteren gefragt habe, wie lange mein Enthusiasmus unter den Beschränkungen des Alltags anhalten wird. Was soll ich sagen: Heute wurde er bereits auf eine harte Probe gestellt - wegen hohen Krankenstands vertretungshalber Bürodienst und also arbeiten bis kurz nach 20 Uhr.
Doch auch wenn ich vorher an meiner Lust gezweifelt hatte: die abendliche lange Runde ließ ich mir dann doch nicht nehmen, macht für heute Morgen zwischen 6 und 7 (nach einer wegen Koffeins geräderten Nacht) 10 in 1:01 Stunde und für heute Abend 1:16:22 Stunde. Doch währen ich morgens nur die Tatsache genißen konnte, DASS ich laufe (hatte starke Muskelschmerzen in den Beinen), war es heute Abend ein ganzheitliches Erlebnis. Schönheit und Ruhe der Natur flossen zusammen mit dem Beat der Musik und über mir am Himmel sah ich - vielleicht zum ersten Mal bewusst - sich die Milchstraße über das samtige Dunkelblau spannen! Einziger Wehmutstropfen ist, dass meine neuen Brooks Glycerin zu Runner's Point zurück müssen. Es ist das alte Spiel: die Schuhe sind mir i.d.R. zu weit, und dann rutsche ich IM Schaft so hin und her, dass ich bei Bodenunebenheiten oder starker Kraftübertragung Blasen unterm Fußballen kriegen. Schmerzen so wie beim Zahnarzt, nur großflächiger, ohne Betäubung und auf jedem geaufenen Meter 1,2 mal :-(
Ein wenig nachgedacht habe ich auch über eine Modifikation und "Rückveränderung" meiner
Saisonplanung. Erster Höhepunkt bleibt natürlich wie gehabt der
Rennsteig-Supermarathon mit einer angestrebten Zeit unter 7 Stunden. Aus Trainingsaufbau- und Kostengründen sowie aus purer Lust habe ich aber die Läufe davor etwas modifiziert:
- am 21.03. kommt statt des Steinfurt-Marathons aus Kostengründen auch der Springe-Deister-Marathon in Frage
- am 11.4. steht der Ilsenburger Osterlauf über 17 Kilometer mit rund 300 HM auf dem Programm
- Hamburg am 26.04. wird aus Kosten- und Planungsgründen durch den Kyffhäuser Bergmarathon ersetzt
Außerdem habe ich mich entschlossen, das "große Ziel" Spartathlon für dieses Jahr noch nicht aus den Augen zu verlieren. Die Gründe liegen sowohl in meiner Person als auch in einigen Erkenntnissen der letzten (Lauf-)Wochen. Denn: Es sind dort schon Leute mitgelaufen, die bei Weitem noch nie in ihrem Leben meinen jetzigen Trainingszustand hatten; und persönlich ist die Zeit jetzt günstig wie so schnell nicht wieder, da ich seit heute Sicherheit habe, dass mein Projekt hier noch ein ganzes Jahr weiter geführt wird.
What a day!!!
P.S.:
Auf besonderen Wunsch ich in meinem neuen, warmen Lauf-Outfit: