Vor dem HM am Wochenende stand heute auf meinem (eigenen, inneren) Trainingsplan noch einmal Tempobolzen auf dem Plan. Entsprechend vorfiebrig schwang ich mich gegen 6 Uhr aus dem Bett. Auf 10 Minuten warm laufen (was ich beim Rest der Trainingseinheit nicht verstehe) folgten 5 Kilometer @6:14 (die ich kein einziges Mal "genau traf") und 3,8 @4:36.
"Das ist aber schnell", muss ich mir wohl gedacht haben. Im mp3-Player hatte ich vorsichtshalber "Fortuna Imperatrix Mundi" aus den "Camina Burana" eingestellt - ich liebe diese monumentalen Werke, um eventuelle Schmerzen in der Musik zu ertränken. Und schon flog ich förmlich um meinen Trainingssee. Die Atmung war - jedenfalls gemessen an meinen Unheilserwartungen - ok, Puls auch, nur leider tat meine Hüfte respektive mein Rücken bereits auf dem ersten Kilometer einen "Knacks". Damit versetzte er sich in den Zustand von vor 3 Wochen, wo außer schnellem Laufen und Rumsitzen auch nichts mehr zu gehen schien. Aber da ein Indianer keinen Schmerz kennt (oder dieser ihn auf dem Kriegspfad zumindest von nichts abhält), schaffte ich die ersten 1000 Meter in 3:52 Minuten.
"Etwas zu schnell!" dachte wohl sogar ich mir im Stillen, nur halb froh, einen Gang runter schalten zu können. Die Hüfte tat weh, das Tempo irgendwie auch, trotzdem malte ich mir in meinem delirium athleticensis schon die Zeiten aus, in denen auf meinem Trainingplan eine stolte "3" vor dem Doppelpunkt für die Tempoläufe stehen würde. Den zweiten Kilometer riss ich dann in vergleichsweise langsamen 4:18 ab, den dritten in 4:06 und die gute Hälfte des vierten in 4:11.
"Geht ab wie Schmidt's Katze" ist denn auch die einzig ehrliche Zusammenfassung, die ich meinem Tempotraining geben kann. Der Samstag wird zeigen, inwiefern hier die Grenze zwischen unaufhaltsam und unvernünftig überschritten war!
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Mittwoch, 30. September 2009
Samstag, 19. September 2009
Auf dem steilen Pfad der Besserung
Ich bin ja so glücklich! Mein Lauf-Leben wird mich in Kürze wieder haben, hätte das eigentlich schon heute gekonnt, wenn... ihr dürft gespannt sein!
Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war eine ziemlich unruhige für mich. Ursache war der Zustand zwischen Hoffen und Bangen, der sich an den Besuch bei der Orthopädin knüpfte. Klar, ich bin jung, habe eigentlich immer Sport gemacht, schmähe das Ausgleichstraining auch nicht ganz so sehr, wie ich es hier im Blog manchmal zwischen den Zeilen zu sagen pflege... Auf der anderen Seite: Was, wenn mein Hausarzt doch recht hat mit seiner "beginnenden Arthrose", erst in den Kniegelenken und jetzt auch noch in der Hüfte? Wieviele wenig aufmunternde Stories habe ich nur von den paar Leuten gehört, mit denen sich ein entsprechendes Gespräch ob meines Anblicks - humplend - nicht vermeiden ließ, von der jüngeren Schwester mit dem zweiten neuen Hüftgelenk bis zum Haarriss/Ermüdungsbruch?
Ihr ahnt es allerdings schon an der Überschrift: So schlimm steht es um mich nicht. Ich habe eine leichte Fehlstellung des Illiosakralgelenks (also zwischen den letzten beweglichen Wirblen und dem Wurmfortsatz), der typischerweise in den Beckenkamm ausstrahlt. Vermutlich eines Folge eines kalten Lüftchens in der Nacht, da ich bei offenem Fenster und gelegentlich wohl auch unbemerkt unbedeckt schlafe. Als behandlung bekomme ich nun ein paar Stunden Krankengymnastik, auf die ich gespannt bin, weil ich hoffe, ein paar neuer Übungen zu lernen oder ein paar eingeschliffene Fehler aus meinem Kräftigungsprogramm ausgemerzt zu bekommen. Von Sportpause ist aber zumindest ärztlicherseits keine Rede mehr!
Von Laufpause aber schon, denn obwohl ich eigentlich nicht zu spontanen Investitionen im vierstelligen Bereich neige, habe ich es gestern getan: Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Cross-Sportrads der Firma Marin, in Kackbraun und weil es ein Einzelstück war immerhin noch ein Drittel günstiger, als ich vermutlich in der kommenden Saison bezahlt hätte.

Allein der Besuch bei dem betreffenden Händler gestern war eine Offenbarung. Der Ladenbesitzer, seines Zeichens Rad-Trainer, kam schnell darauf (wie mir hier im Blog auch geraten), dass ein Mountainbike o.ä. für meine Verwendung als Ergänzung zum Laufen nicht der richtige Rad-Typ wäre. Mit dieser Info (und wegen der Rahmenfarbe) wäre ich dann eigentlich zum weiteren Nachdenken wieder gegangen. Dann ließ ich mich zu einer Probefahrt hinreißen, und war nach einem Kassensturz nicht mehr davon abzubringen, dieses Teil haben zu wollen.
Gelernt habe ich dann, dass die Götter beim Fahrradkauf nach den Entschluss den Schweiß gesetzt haben. Von der Länge des Vorbaus (der für mich leicht, aber nicht zu sehr gekürzt werden sollte) über die Reifen (das Rad wurde mit Winter-Cross-Reifen ausgeliefert, die natürlich für's Straßefahren nur bedingt Spaß bringen) und die Sattelbreite (mit Probesitzen auf einem Povermessungs-Kissen) bis hin zu Klickpedalen und passenden Schuhen (mehr alltagstauglich oder doch rein auf's sportliche Training zugeschnitten) verbrachte ich also nochmal geschlagene 2 Stunden im Laden. Und gönnte mir, weil's eh schon egal war und ich mir weder einen wunden Hintern noch Frostbeulen an den Gliedmaßen holen wollte, auch noch ein Set "übergangswarme" Radbekleidung dazu.
Und jetzt? Steht das Rad natürlich nicht rum und versauert. Nach kleineren Touren zu Mutter und Oma gestern (neue Errungenschaft vorführen plus Ausklick-Reflex üben) habe ich heute Morgen mein erstes richtiges Radtraining absolviert. Eigentlich sollten es maximal 40 Kilometer und die auch nur im GA1-Bereich werden. Doch natürlich kam es, wie es bei mir immer kommen musste. Nach einem traumhaft schönen Beginn-Schlenker nördlich meiner Wohnung auf ruhiger Landstraße, wo ich ostwärts durch den leichten Neben die Sonne aufgehen sehen sah, orientierte ich mich weiter nach Osten. Durch die Stadt, längs ein paar mir bekannter Dörfer und über Hügel, die ich bisher immer für "klein" gehalten habe. Doch obwohl ich dachte, ich sei noch gar nicht kaputt udn Garmin läppische 18 Kilometer anzeigte: ich stand praktisch mit dem Rad an der Steigung, mit harten, wenn auch nicht brennenden Oberschenkeln. Doch als erste radbezogene Erkenntnis stellte sich heraus: man kann sehr schnell wieder, zumal wenn man noch einen Gang runterschaltet und es leicht bergab geht. Und da ich die nächsten Hügel etwas konservativer (niedrigerer Gang) anging, kam ich relativ frisch nach "nur" 24 Kilometern wieder am Ortsschild von Braunschweig an.
Zu meiner Oma (bei der das gute Stück bis auf weiteres im Keller steht) würden es kaum mehr 6 Kilometer sein. Zu wenig für mein 40er-Ziel (berechnet nach der Fausregel Laufstrecke x3), also musste ich wohl (und nicht übel) einen weiteren "Schlenker" Richtung Süden in die Gegend meines Lieblings-Laufsees und meiner 30er-Laufstrecke einbauen. Ein paar mal verfahren (da ich natürlich nicht die geschotterte Laufstrecke nehmen wollte), doch bald bin ich im gewünschten, mir bekannten Ort, einmal abbiegen westwärts in das Revier meiner Kindheit, eine lange Landstraße mit kaum merklicher Steigung, und doch merke ich, dass meine Beinkraft fürs Radfahren nicht optimal trainiert ist.
Hatte ich mir eigentlich klar gemacht, dass dieses Dorf auf Braunschweig's höchster Erhebung (122m üNN) liegt? Ist mir bewusst, dass ich dieses Training nüchtern absolviere? Wohl nicht, das Dorf umfängt mich, ich fahre gemütlich die Hauptsraße entlang, es geht bergauf, ich folge einer abknickenden Vorfahrt, stehe wieder fast. Garmin piept: 3:25 Min. - fast eine Lauf-Geschwindigkeit.
Aber was soll's das hier ist ein erster Versuch, irgendwann bin ich auf der Kuppe, verlasse den Ort und gleite über die fast leere Landstraße mit Blick auf Windräder und den notorischen Fernsehturm die Landstraße entlang. Das nächste Dorf, die nächste Landstraße mit leichtem Anstieg und ein paar netten Kurven. Ich trete nochmal richtig in die Pedale und komme zu radbezogener Erkenntnis Nr. 2: Es ist eine andere Art der Entkopplung von Bei-sich-sein und Schmerz, die ich hier gerade erlebe. Dann bin ich im nächsten Ort, es geht praktisch nur noch bergab, dafür nimmt die Zahl der Autos stetig zu.
Ich lasse ein wenig rollen, bin dann endlich an der Ampel. Jetzt noch ein knackiger Anstieg (Bahndamm), und ich bin jenseits 40 gefahrener Kilometer auf der Zielgeraden, relativ entkräftet und mich freuend auf die Brötchen, die ich auf dem kurzen gelaufenen Rückweg (Schuhe habe ich im Trinkruckdack dabei) von meiner Oma zu mir beim Lieblingsbäcker mitnehme. Damit kann ich nun auch ermessen, warum Triathleten immer so eiern, wenn sie vom Rad zum Laufen übergehen, ich tu's nämlich vermutlich auch. Nicht völlig schmerzfrei, aber gar nicht mal so langam (5:32, 5:13) nach der Rad-Strapaze jogge ich nach Hause. Nur das Interval-Training muss wohl vertagt werden. Auf morgen in Griechenland ;-)
Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war eine ziemlich unruhige für mich. Ursache war der Zustand zwischen Hoffen und Bangen, der sich an den Besuch bei der Orthopädin knüpfte. Klar, ich bin jung, habe eigentlich immer Sport gemacht, schmähe das Ausgleichstraining auch nicht ganz so sehr, wie ich es hier im Blog manchmal zwischen den Zeilen zu sagen pflege... Auf der anderen Seite: Was, wenn mein Hausarzt doch recht hat mit seiner "beginnenden Arthrose", erst in den Kniegelenken und jetzt auch noch in der Hüfte? Wieviele wenig aufmunternde Stories habe ich nur von den paar Leuten gehört, mit denen sich ein entsprechendes Gespräch ob meines Anblicks - humplend - nicht vermeiden ließ, von der jüngeren Schwester mit dem zweiten neuen Hüftgelenk bis zum Haarriss/Ermüdungsbruch?
Ihr ahnt es allerdings schon an der Überschrift: So schlimm steht es um mich nicht. Ich habe eine leichte Fehlstellung des Illiosakralgelenks (also zwischen den letzten beweglichen Wirblen und dem Wurmfortsatz), der typischerweise in den Beckenkamm ausstrahlt. Vermutlich eines Folge eines kalten Lüftchens in der Nacht, da ich bei offenem Fenster und gelegentlich wohl auch unbemerkt unbedeckt schlafe. Als behandlung bekomme ich nun ein paar Stunden Krankengymnastik, auf die ich gespannt bin, weil ich hoffe, ein paar neuer Übungen zu lernen oder ein paar eingeschliffene Fehler aus meinem Kräftigungsprogramm ausgemerzt zu bekommen. Von Sportpause ist aber zumindest ärztlicherseits keine Rede mehr!
Von Laufpause aber schon, denn obwohl ich eigentlich nicht zu spontanen Investitionen im vierstelligen Bereich neige, habe ich es gestern getan: Ich bin jetzt stolze Besitzerin eines Cross-Sportrads der Firma Marin, in Kackbraun und weil es ein Einzelstück war immerhin noch ein Drittel günstiger, als ich vermutlich in der kommenden Saison bezahlt hätte.

Allein der Besuch bei dem betreffenden Händler gestern war eine Offenbarung. Der Ladenbesitzer, seines Zeichens Rad-Trainer, kam schnell darauf (wie mir hier im Blog auch geraten), dass ein Mountainbike o.ä. für meine Verwendung als Ergänzung zum Laufen nicht der richtige Rad-Typ wäre. Mit dieser Info (und wegen der Rahmenfarbe) wäre ich dann eigentlich zum weiteren Nachdenken wieder gegangen. Dann ließ ich mich zu einer Probefahrt hinreißen, und war nach einem Kassensturz nicht mehr davon abzubringen, dieses Teil haben zu wollen.
Gelernt habe ich dann, dass die Götter beim Fahrradkauf nach den Entschluss den Schweiß gesetzt haben. Von der Länge des Vorbaus (der für mich leicht, aber nicht zu sehr gekürzt werden sollte) über die Reifen (das Rad wurde mit Winter-Cross-Reifen ausgeliefert, die natürlich für's Straßefahren nur bedingt Spaß bringen) und die Sattelbreite (mit Probesitzen auf einem Povermessungs-Kissen) bis hin zu Klickpedalen und passenden Schuhen (mehr alltagstauglich oder doch rein auf's sportliche Training zugeschnitten) verbrachte ich also nochmal geschlagene 2 Stunden im Laden. Und gönnte mir, weil's eh schon egal war und ich mir weder einen wunden Hintern noch Frostbeulen an den Gliedmaßen holen wollte, auch noch ein Set "übergangswarme" Radbekleidung dazu.
Und jetzt? Steht das Rad natürlich nicht rum und versauert. Nach kleineren Touren zu Mutter und Oma gestern (neue Errungenschaft vorführen plus Ausklick-Reflex üben) habe ich heute Morgen mein erstes richtiges Radtraining absolviert. Eigentlich sollten es maximal 40 Kilometer und die auch nur im GA1-Bereich werden. Doch natürlich kam es, wie es bei mir immer kommen musste. Nach einem traumhaft schönen Beginn-Schlenker nördlich meiner Wohnung auf ruhiger Landstraße, wo ich ostwärts durch den leichten Neben die Sonne aufgehen sehen sah, orientierte ich mich weiter nach Osten. Durch die Stadt, längs ein paar mir bekannter Dörfer und über Hügel, die ich bisher immer für "klein" gehalten habe. Doch obwohl ich dachte, ich sei noch gar nicht kaputt udn Garmin läppische 18 Kilometer anzeigte: ich stand praktisch mit dem Rad an der Steigung, mit harten, wenn auch nicht brennenden Oberschenkeln. Doch als erste radbezogene Erkenntnis stellte sich heraus: man kann sehr schnell wieder, zumal wenn man noch einen Gang runterschaltet und es leicht bergab geht. Und da ich die nächsten Hügel etwas konservativer (niedrigerer Gang) anging, kam ich relativ frisch nach "nur" 24 Kilometern wieder am Ortsschild von Braunschweig an.
Zu meiner Oma (bei der das gute Stück bis auf weiteres im Keller steht) würden es kaum mehr 6 Kilometer sein. Zu wenig für mein 40er-Ziel (berechnet nach der Fausregel Laufstrecke x3), also musste ich wohl (und nicht übel) einen weiteren "Schlenker" Richtung Süden in die Gegend meines Lieblings-Laufsees und meiner 30er-Laufstrecke einbauen. Ein paar mal verfahren (da ich natürlich nicht die geschotterte Laufstrecke nehmen wollte), doch bald bin ich im gewünschten, mir bekannten Ort, einmal abbiegen westwärts in das Revier meiner Kindheit, eine lange Landstraße mit kaum merklicher Steigung, und doch merke ich, dass meine Beinkraft fürs Radfahren nicht optimal trainiert ist.
Hatte ich mir eigentlich klar gemacht, dass dieses Dorf auf Braunschweig's höchster Erhebung (122m üNN) liegt? Ist mir bewusst, dass ich dieses Training nüchtern absolviere? Wohl nicht, das Dorf umfängt mich, ich fahre gemütlich die Hauptsraße entlang, es geht bergauf, ich folge einer abknickenden Vorfahrt, stehe wieder fast. Garmin piept: 3:25 Min. - fast eine Lauf-Geschwindigkeit.
Aber was soll's das hier ist ein erster Versuch, irgendwann bin ich auf der Kuppe, verlasse den Ort und gleite über die fast leere Landstraße mit Blick auf Windräder und den notorischen Fernsehturm die Landstraße entlang. Das nächste Dorf, die nächste Landstraße mit leichtem Anstieg und ein paar netten Kurven. Ich trete nochmal richtig in die Pedale und komme zu radbezogener Erkenntnis Nr. 2: Es ist eine andere Art der Entkopplung von Bei-sich-sein und Schmerz, die ich hier gerade erlebe. Dann bin ich im nächsten Ort, es geht praktisch nur noch bergab, dafür nimmt die Zahl der Autos stetig zu.
Ich lasse ein wenig rollen, bin dann endlich an der Ampel. Jetzt noch ein knackiger Anstieg (Bahndamm), und ich bin jenseits 40 gefahrener Kilometer auf der Zielgeraden, relativ entkräftet und mich freuend auf die Brötchen, die ich auf dem kurzen gelaufenen Rückweg (Schuhe habe ich im Trinkruckdack dabei) von meiner Oma zu mir beim Lieblingsbäcker mitnehme. Damit kann ich nun auch ermessen, warum Triathleten immer so eiern, wenn sie vom Rad zum Laufen übergehen, ich tu's nämlich vermutlich auch. Nicht völlig schmerzfrei, aber gar nicht mal so langam (5:32, 5:13) nach der Rad-Strapaze jogge ich nach Hause. Nur das Interval-Training muss wohl vertagt werden. Auf morgen in Griechenland ;-)
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Donnerstag, 17. September 2009
Made my day...
Mein Laufpartner Andreas, der im Moment wegen einer Erkrankung auch nicht trainieren kann, hat mir heute einen Super-Start in den Tag bereitet. Wir waren nämlich gestern zusammen im Kino ("Wickie und die starken Männer" - lohnt sich nicht), und wie wir so ins Reden kamen, bot er mir nochmal mit Nachdruck sein neu-(gebraucht-)gekauftes Bulls-Mountainbike an.
Da mir ja vorgestern mein Arzt gesagt hatte, laufen nicht, aber vielleicht radfahren, habe ich diese Gelegenheit natürlich beim Schopf gepackt. Regelmäßige Leser dieses Blogs können auch bestätigen, dass ich bereits mit dem Gedanken gespielt habe, mir selsbt ein Sportrad zuzulegen. Lange Rede, kurzer Sinn: um 6 Uhr war ich auf den Beinen und um ca. 6:15Uhr im Sattel. Vorsichtshalber hatte ich ein langärmliges Laufshirt angezogen. Es begann gerade hell zu werden, aber da die Strecke viele Anteile meiner gewohnten Laufrunden enthielt, spielten die Sichtverhältnisse eine untergeordnete Rolle. Garmin war auch am Handgelenk mit dabei, wollte ich doch unbedingt 30 Kilometer voll machen (nach der Faustregel Radkilometer = Laufkilometer x 3). Außerdem hatte mein Hausarzt ja verlauten lassen, wenn man nur richtig Gas gebe, hätte Radfahren den gleichen Trainingseffekt wie laufen.
Natürlich machte mir das Biken Spaß. ich fror nicht unendlich, und wenn es mein Bike gewesen wäre, hätte ich den Lenker so gedreht, dass ich auch die "Hörnchen" als echte Entlastungsposition für die Handgelenke hätte verwenden können. Zwischendurch ein paar Schrecksekunden und sicherlich zu oft gebremst, aber ein Tag mit dem falschen Sport ist immer noch besser als ein Tag ohne Sport. Als ich nach einigen "Kringeln" wieder am See war, gingen mir auf den Geraden zum richtigen Powern doch leicht die Kräfte aus (liegt wahrscheinlich mit an der Sitzposition und der verhältnismäßig langen Tretkurbel). Trotzdem versuchte ich zu geben, was zu geben war, hatte dann nach 2 1/2 Zusatzrunden auch gute 28 Kilometer auf der Garmin und nach Hause hin so locker ausrollen, wie es eine Sportlerin nach 2 Tagen Pause eben kann. Ergebnis: Durchschnittspuls von 152 (und das inklusive Schrecksekunden, so viel zur Trainingsintensität). Zur Abwechslung tut mir jetzt auch nicht die rechte Hüfte, sondern der Lendenwirbelbereich links weh.
Gelernt habe ich jedenfalls, dass ich kein MTB will, sondern eins mit dünneren Rädern; dass ich Scheibenbremsen vorn UND hinten nehmen werde, eine Sattelstütze und einen etwas breiteren Sattel für mein Damen-Hinterteil ;-) Für heute war es aber viiiiel besser, als noch einen Tag Sportpause zu machen. Und morgen geh' ich zum Orthopäden und klage dem mal mein ganzes Leid (inkl. Knien) und sehe zu, dass meine Beschwerden endlich mal ursächlich (Einlagen, Krankengymnastik...) behandelt werden.
Bis auf Weiteres!
Da mir ja vorgestern mein Arzt gesagt hatte, laufen nicht, aber vielleicht radfahren, habe ich diese Gelegenheit natürlich beim Schopf gepackt. Regelmäßige Leser dieses Blogs können auch bestätigen, dass ich bereits mit dem Gedanken gespielt habe, mir selsbt ein Sportrad zuzulegen. Lange Rede, kurzer Sinn: um 6 Uhr war ich auf den Beinen und um ca. 6:15Uhr im Sattel. Vorsichtshalber hatte ich ein langärmliges Laufshirt angezogen. Es begann gerade hell zu werden, aber da die Strecke viele Anteile meiner gewohnten Laufrunden enthielt, spielten die Sichtverhältnisse eine untergeordnete Rolle. Garmin war auch am Handgelenk mit dabei, wollte ich doch unbedingt 30 Kilometer voll machen (nach der Faustregel Radkilometer = Laufkilometer x 3). Außerdem hatte mein Hausarzt ja verlauten lassen, wenn man nur richtig Gas gebe, hätte Radfahren den gleichen Trainingseffekt wie laufen.
Natürlich machte mir das Biken Spaß. ich fror nicht unendlich, und wenn es mein Bike gewesen wäre, hätte ich den Lenker so gedreht, dass ich auch die "Hörnchen" als echte Entlastungsposition für die Handgelenke hätte verwenden können. Zwischendurch ein paar Schrecksekunden und sicherlich zu oft gebremst, aber ein Tag mit dem falschen Sport ist immer noch besser als ein Tag ohne Sport. Als ich nach einigen "Kringeln" wieder am See war, gingen mir auf den Geraden zum richtigen Powern doch leicht die Kräfte aus (liegt wahrscheinlich mit an der Sitzposition und der verhältnismäßig langen Tretkurbel). Trotzdem versuchte ich zu geben, was zu geben war, hatte dann nach 2 1/2 Zusatzrunden auch gute 28 Kilometer auf der Garmin und nach Hause hin so locker ausrollen, wie es eine Sportlerin nach 2 Tagen Pause eben kann. Ergebnis: Durchschnittspuls von 152 (und das inklusive Schrecksekunden, so viel zur Trainingsintensität). Zur Abwechslung tut mir jetzt auch nicht die rechte Hüfte, sondern der Lendenwirbelbereich links weh.
Gelernt habe ich jedenfalls, dass ich kein MTB will, sondern eins mit dünneren Rädern; dass ich Scheibenbremsen vorn UND hinten nehmen werde, eine Sattelstütze und einen etwas breiteren Sattel für mein Damen-Hinterteil ;-) Für heute war es aber viiiiel besser, als noch einen Tag Sportpause zu machen. Und morgen geh' ich zum Orthopäden und klage dem mal mein ganzes Leid (inkl. Knien) und sehe zu, dass meine Beschwerden endlich mal ursächlich (Einlagen, Krankengymnastik...) behandelt werden.
Bis auf Weiteres!
Mittwoch, 16. September 2009
Doppelte Sportpause
Leute, mich hat's erwischt. Nicht nur, dass ich mich schon seit vergangenem Freitag etwas "matschig" (mehr als nur bei zu hartem Training) fühlte. Auch bin ich am Mittwoch vor einer Woche plötzlich mit Schmerzen in der Hüfte aufgewacht. Und da ich dachte, besser gleich was dagegen tun als mich noch 'n paar Tage damit rumquälen, war ich bei meinem Hausarzt.
Der mich also "eingerenkt", wobei ich gleich gemerkt habe, dass das irgendwie nicht gewirkt hat, Schmerzen waren nur kurz weg, wahrscheinlich aber eher durch die 2 Tage Laufpause. Am Sonntag dann planmäßig wieder gelaufen, am Montag einen sehr ruhigen Regenerationslauf (@6:09). Das änderte zwar nichts an dem Hüftproblem, machte es aber auch nicht besser.
War ich gestern wieder bei meinem Hausarzt, und was soll ich sagen: "Bei Ihrem Sport ist das bestimmt 'ne beginnende Arthrose!" und verschreibt mir so undefinierte Schmerzmittel. Freitag soll ich nochmal wiederkommen, wobei ich mich ärgere, dass ich ihm nicht gleich gesagt hab', ich will eine diagnostische Abklärung und kein Kopf-in-Watte-packen (so fühl' ich mich gerade). Zwar werden die schlimmsten Schmerzen dann dank Hammer-Medikament und Sportpause mit Sicherheit weg sein. Nun ist es doch bei Leuten in meinem Alter keine Lösung, ein zeitlich unbegrenztes und diagnostisch nicht wirklich untermauertes Sportverbot zu erteilen.
Zweites Pech: der mir vom Kollegn- und Bekanntenkreis empfohlene Chriropraktor (Heilpraktiker), zu dem ich nun (koste es was es wolle!) alternativ gehen wollte, ist bis nächste Woche auf Fortbildung. Wird mir also wohl nichts anderes übrig bleiben, als am Freitag "liebenswürdig" (im Asterixschen Sinne) zu meinem quacksalbenden Schulmediziner zu werden. Und eine weitere Woche auf kompetente Hilfe (oder wenigstens kompetenten Rat) zu warten.
Ich bin echt wütend und gleichzeitig verzweifelt. Sportverbot, wenn es denn wirklich begründet ist, ok. Aber unbegründet und mit der "Drohung", es könne zeitlich unbegrenzt nötig sein? Frage mich echt, warum ich Krankenkassenbeiträge bezahle. Plädiere für die Abschaffung dieser ganzen Solidarität, die offenbar nur denen hilft, die krank sein (im Gegensatz zu gesund werden) wollen! Und dann könnte man dann die mittelschweren Schmerzmittel frei zum Verkauf anbieten. Habe gestern Abend und heute Morgen 'ne halbe (statt je einer) Tablette genommen - und werde es garantiert nie wieder tun ;-(
Der mich also "eingerenkt", wobei ich gleich gemerkt habe, dass das irgendwie nicht gewirkt hat, Schmerzen waren nur kurz weg, wahrscheinlich aber eher durch die 2 Tage Laufpause. Am Sonntag dann planmäßig wieder gelaufen, am Montag einen sehr ruhigen Regenerationslauf (@6:09). Das änderte zwar nichts an dem Hüftproblem, machte es aber auch nicht besser.
War ich gestern wieder bei meinem Hausarzt, und was soll ich sagen: "Bei Ihrem Sport ist das bestimmt 'ne beginnende Arthrose!" und verschreibt mir so undefinierte Schmerzmittel. Freitag soll ich nochmal wiederkommen, wobei ich mich ärgere, dass ich ihm nicht gleich gesagt hab', ich will eine diagnostische Abklärung und kein Kopf-in-Watte-packen (so fühl' ich mich gerade). Zwar werden die schlimmsten Schmerzen dann dank Hammer-Medikament und Sportpause mit Sicherheit weg sein. Nun ist es doch bei Leuten in meinem Alter keine Lösung, ein zeitlich unbegrenztes und diagnostisch nicht wirklich untermauertes Sportverbot zu erteilen.
Zweites Pech: der mir vom Kollegn- und Bekanntenkreis empfohlene Chriropraktor (Heilpraktiker), zu dem ich nun (koste es was es wolle!) alternativ gehen wollte, ist bis nächste Woche auf Fortbildung. Wird mir also wohl nichts anderes übrig bleiben, als am Freitag "liebenswürdig" (im Asterixschen Sinne) zu meinem quacksalbenden Schulmediziner zu werden. Und eine weitere Woche auf kompetente Hilfe (oder wenigstens kompetenten Rat) zu warten.
Ich bin echt wütend und gleichzeitig verzweifelt. Sportverbot, wenn es denn wirklich begründet ist, ok. Aber unbegründet und mit der "Drohung", es könne zeitlich unbegrenzt nötig sein? Frage mich echt, warum ich Krankenkassenbeiträge bezahle. Plädiere für die Abschaffung dieser ganzen Solidarität, die offenbar nur denen hilft, die krank sein (im Gegensatz zu gesund werden) wollen! Und dann könnte man dann die mittelschweren Schmerzmittel frei zum Verkauf anbieten. Habe gestern Abend und heute Morgen 'ne halbe (statt je einer) Tablette genommen - und werde es garantiert nie wieder tun ;-(
Mittwoch, 9. September 2009
Hüftschmerzen - 2 Tage Zwangspause
Heute morgen bin ich guter Dinge ob eines Heimarbeits-Tages aufgewacht. Leider wurde die Hochstimmung schon beim Weg ins Bad (ich habe nur 25qm, aber die auf 2 Etagen!) getrübt: Schmerzen auf dem Beckenknochen, die besonders beim Treppe runtergehen schlimmer werden, aber auch sonst beim Gehen auftreten und sowohl ins Bein als auch den Rücken ausstrahlen.
Da ich schnell wieder fit werden wollte, habe ich nicht lange gefackelt und mir gleich einen Termin bei meinem Hausarzt zum "Geradebiegen" geholt - was er dann auch gemacht hat. Ergebnis: Schmerzen besser, lieber 2 Tage keinen Sport (also: nicht Sport im von mir gemeinten Sinne, Bewegung schon).
Womit wir bei der Frage wären: wie trägt man ein nicht gemachtes Training ins Vicsystem ein?
Da ich schnell wieder fit werden wollte, habe ich nicht lange gefackelt und mir gleich einen Termin bei meinem Hausarzt zum "Geradebiegen" geholt - was er dann auch gemacht hat. Ergebnis: Schmerzen besser, lieber 2 Tage keinen Sport (also: nicht Sport im von mir gemeinten Sinne, Bewegung schon).
Womit wir bei der Frage wären: wie trägt man ein nicht gemachtes Training ins Vicsystem ein?
Dienstag, 25. August 2009
Ich brauche endlich ein Fahrrad!
Da das Unternehmen gescheitert war, hatte ich noch nicht davon berichtet. Ich bin aber drauf und dran, mir ein schönes, sportliches "ATB" (All Terrain Bike) zuzulegen, um meinen Knien eine Pause zu gönnen und meinen Trainingsfleiß mit etwas Abwechslung zu versüßen. Nachdem mir ein "Fach"-Händler (ich muss dieses Wort wirklich immer öfter mit Anführungsstrichen verwenden) erst die Auskunft gegeben hatte, ein Test und dann ggf. Nachbestellung eines Rades in meiner benötigten Rahmenhöhe seien kein Problem, und sich dann herausstellte, dass es sich bei den Rädern um die Reste der Sommersaison handelte und bis Oktober kaum noch Räder in meiner Größe und zu meinen Preisvorstellungen gibt.
Wie ich ausgerechnet heute auf die Idee komme? Bin gerade 15 Kilometer gelaufen, schön schnell (den letzten in 4:02 Minuten). Nur am Anfang, als ich noch nicht so richtig warm war, hatte ich wieder ganz fiese Knieschmerzen (kennt jemand sowas und hat einen Tipp, worum es sich handeln könnte?) Daher denke ich, dass ich in Zukunft wohl weniger Laufen und andere Knie beanspruchende Aktivitäten betreiben kann - und am Radeln finde ich dank Weges zur Arbeit und Fortbewegung in der Stadt auch immer mehr Freude. Leider taugt mein durch Minimalismus dienstahlgestütztes Basis-Rad nur bedingt zum sportlichen Training, weshalb ich weiter auf der Pirsch bleibe (auch hier bin ich für Tipps dankbar).
Gerade habe ich mich übrigens zum Wolfsburg-Marathon angemeldet. Der Herbst kann kommen. Freu mich!!!
Wie ich ausgerechnet heute auf die Idee komme? Bin gerade 15 Kilometer gelaufen, schön schnell (den letzten in 4:02 Minuten). Nur am Anfang, als ich noch nicht so richtig warm war, hatte ich wieder ganz fiese Knieschmerzen (kennt jemand sowas und hat einen Tipp, worum es sich handeln könnte?) Daher denke ich, dass ich in Zukunft wohl weniger Laufen und andere Knie beanspruchende Aktivitäten betreiben kann - und am Radeln finde ich dank Weges zur Arbeit und Fortbewegung in der Stadt auch immer mehr Freude. Leider taugt mein durch Minimalismus dienstahlgestütztes Basis-Rad nur bedingt zum sportlichen Training, weshalb ich weiter auf der Pirsch bleibe (auch hier bin ich für Tipps dankbar).
Gerade habe ich mich übrigens zum Wolfsburg-Marathon angemeldet. Der Herbst kann kommen. Freu mich!!!
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Montag, 20. Juli 2009
Irgendwie geht's wieder
Seit dem 28.6.: So lange habe ich lange nicht nicht geschrieben. Aber immer, wenn ich mich dazu aufraffen wollte, was zu schreiben, hatte sich der zu berichtende Status schon wieder geändert. Das betrifft insbesondere mein Training und damit zusammenhängend meinen Gesundheitszustand:
Erst mit dem neuen Job noch ganz diszipliniert um halb 6 aus dem Bett gesprungen (muss ja dann weit fahren...) Dann irgendwann schlecht gefühlt, außerdem Knieschmerzen. Das dann also nach anderthalb Wochen mir 3 Frühaufsteher-Tagen sein lassen. Ab da spätestens nur noch unregelmäßiges Training wegen abendlicher anderweitiger Verabredungen - und unerklärlicher Verfall meiner körperlichen Verfassung - Heuschnupfen, Husten, Kreislauf, Müdigkeit, was-weiß-ich!
Entsprechend habe ich dann gestern den Lauf "GM-hütter Null" sausen lassen; schweren Herzens, aber es war wohl besser so. Seither wieder im Training mit 2 x 15 Kilometern gestern und heute. Ich rede mir ein, dass es mir mit Laufen besser geht als ohne. Drückt mir die Daumen, dass ich Recht habe ;-)
Erst mit dem neuen Job noch ganz diszipliniert um halb 6 aus dem Bett gesprungen (muss ja dann weit fahren...) Dann irgendwann schlecht gefühlt, außerdem Knieschmerzen. Das dann also nach anderthalb Wochen mir 3 Frühaufsteher-Tagen sein lassen. Ab da spätestens nur noch unregelmäßiges Training wegen abendlicher anderweitiger Verabredungen - und unerklärlicher Verfall meiner körperlichen Verfassung - Heuschnupfen, Husten, Kreislauf, Müdigkeit, was-weiß-ich!
Entsprechend habe ich dann gestern den Lauf "GM-hütter Null" sausen lassen; schweren Herzens, aber es war wohl besser so. Seither wieder im Training mit 2 x 15 Kilometern gestern und heute. Ich rede mir ein, dass es mir mit Laufen besser geht als ohne. Drückt mir die Daumen, dass ich Recht habe ;-)
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Montag, 19. Januar 2009
Als ob nichts geht
"Tell me why I don't like Mondays" schrillten die Boomtown Rats in den 1980er-Jahren. Genau das habe ich mich auch gefragt, als heute Morgen der Wecker klingelte, pünktlich um kurz vor 6, um noch schnell 10 Kilometer zwischen Wochenende und eigentlichen Wochenbeginn zu quetschen. Ehrlich gesagt habe ich sogar ein paar Minuten lang daran gedacht, einfach liegen zu bleiben, denn was bringt es, zu laufen, wenn ich total kaputt bin.
"Ruhe auf den billigen Plätzen!" schrie dann meine Selbstdisziplin den inneren Schweinehund an, und nach endlos scheinenden 10 Minuten, in denen ich mich mit kaltem Pfefferminztee vom Vorabend ein wenig rehydrierte, war ich im Dunkel vor der Tür. Da von der Runde am See außer Matsch (weniger schlimm) und Eis (total nervig) nichts zu erwarten war, ging es durch die Stadt. 3 Runden durch mein Wohnviertel, über eine Hauptstraße, die Runde für Runde zusehends erwachte, lauter und stinkiger wurde (so, wie ich laufe, muss ich sie aber weder überqueren noch lange daneben herlaufen), das alles bei milden Temperaturen und nur ganz stellenweise kleinen, rutschigen Flächen, denen das geübte Läuferauge im Laternenlicht behende ausweicht.
So weit, so gut, aber wie schnell war ich eigentlich unterwegs? Obwohl ich nicht sonderlich außer Atem war, meinte ich, meinen Puls gelegentlich deutlich in den Ohren zu hören. Und dann erst das Gefühl in den Unterschenkeln, die sich anfühlten, als befänden sie sich in schmerzhafter Dauerdehnung. Hinzu kamen Probleme mit beiden(!) Knien sowie undefinierbare Schmerzen in beiden Füßen. Überlastung, Müdigkeit, falsche oder ausgeleierte Schuhe?
Wohl ein bisschen von all dem. Und nach einem guten, gesunden Frühstück die hoffnungsvolle Zuversicht, dass es heute Abend besser wird.
"Ruhe auf den billigen Plätzen!" schrie dann meine Selbstdisziplin den inneren Schweinehund an, und nach endlos scheinenden 10 Minuten, in denen ich mich mit kaltem Pfefferminztee vom Vorabend ein wenig rehydrierte, war ich im Dunkel vor der Tür. Da von der Runde am See außer Matsch (weniger schlimm) und Eis (total nervig) nichts zu erwarten war, ging es durch die Stadt. 3 Runden durch mein Wohnviertel, über eine Hauptstraße, die Runde für Runde zusehends erwachte, lauter und stinkiger wurde (so, wie ich laufe, muss ich sie aber weder überqueren noch lange daneben herlaufen), das alles bei milden Temperaturen und nur ganz stellenweise kleinen, rutschigen Flächen, denen das geübte Läuferauge im Laternenlicht behende ausweicht.
So weit, so gut, aber wie schnell war ich eigentlich unterwegs? Obwohl ich nicht sonderlich außer Atem war, meinte ich, meinen Puls gelegentlich deutlich in den Ohren zu hören. Und dann erst das Gefühl in den Unterschenkeln, die sich anfühlten, als befänden sie sich in schmerzhafter Dauerdehnung. Hinzu kamen Probleme mit beiden(!) Knien sowie undefinierbare Schmerzen in beiden Füßen. Überlastung, Müdigkeit, falsche oder ausgeleierte Schuhe?
Wohl ein bisschen von all dem. Und nach einem guten, gesunden Frühstück die hoffnungsvolle Zuversicht, dass es heute Abend besser wird.
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Donnerstag, 15. Januar 2009
Gerädert und gevierteilt
JA, ich war heute Morgen laufen. NEIN!!! ich hätt's nicht tun sollen, denn so langsam machen sich die Nebenwirkungen übermäßigen Trainings bemerkbar. Nicht nur, dass ich um 6 Uhr rechtschaffen erstaunt war vom Klingeln meines Weckers und dann tatsächlich ein paar Minütchen darüber nachsann, doch liegen zu bleiben. Auch tat mir beim ersten Schritt aus dem Bett gleich der rechte Fuß (direkt hinter dem Gelenk des zweiten Zehs) weh.
Aber ein Indianer kennt ja keinen Schmerz. Zumindest nicht diese oder nächste Woche. Deshalb raus aus den Federn, rein in die Laufklamotten und raus aus der Tür. Kalt war's nicht, doch auf dem eigentlichen Schotterweg vor meinem Wohnhaus so glatt, dass ich mich spontan für den Umweg über den Garagenhof entschied, um meine Runde durchs Stadtviertel zu drehen. Die Wege sind dort inzwischen praktisch enteist, so dass 53 Minuten für knapp 10 Kilometer keine Kunst mehr waren. Viel schwerer fiel es mir, überhaupt einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ich hatte keine Lust, mein Körper sich mit Zwicken, Zwacken und Zipperlein gegen mich verschworen, und wie schreibt man eigentlich T-e-m-p-o-g-e-f-ü-h-l ???
Nur so viel: Ich lebe noch, heute Abend noch einmal knapp 15 und dann sind Anstrengung und Einsamkeit (zumindest in der Kombi) für diese Woche erstmal überstanden. Ein furchtbarer Sport, dieses Laufen ;-(
Aber ein Indianer kennt ja keinen Schmerz. Zumindest nicht diese oder nächste Woche. Deshalb raus aus den Federn, rein in die Laufklamotten und raus aus der Tür. Kalt war's nicht, doch auf dem eigentlichen Schotterweg vor meinem Wohnhaus so glatt, dass ich mich spontan für den Umweg über den Garagenhof entschied, um meine Runde durchs Stadtviertel zu drehen. Die Wege sind dort inzwischen praktisch enteist, so dass 53 Minuten für knapp 10 Kilometer keine Kunst mehr waren. Viel schwerer fiel es mir, überhaupt einen Fuß vor den anderen zu setzen. Ich hatte keine Lust, mein Körper sich mit Zwicken, Zwacken und Zipperlein gegen mich verschworen, und wie schreibt man eigentlich T-e-m-p-o-g-e-f-ü-h-l ???
Nur so viel: Ich lebe noch, heute Abend noch einmal knapp 15 und dann sind Anstrengung und Einsamkeit (zumindest in der Kombi) für diese Woche erstmal überstanden. Ein furchtbarer Sport, dieses Laufen ;-(
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